Workshop mit Roberto Valenzuela

12. Oktober 2019

„Da muss ich hin!“ – war ich mir sicher, als ich die Werbeanzeige auf Instagram entdeckte: Roberto Valenzuela veranstaltet einen Workshop in Salzburg – den einzigen in Europa in diesem Jahr. Wenige Minuten später war der Kalender gecheckt, der Urlaub eingetragen und die Buchung von Kurs, Hotel und Flixbus unter Dach und Fach gebracht.

Wer ist denn Roberto Valenzuela und warum bin ich so aus dem Häuschen? Kurze Erklärung: Roberto zählt zu den besten Hochzeitsfotografen der Welt, den ich von seinen Bestseller-Lehrbüchern und Trainings her kenne. Und nun kommt diese Ikone aus Beverly Hills nach Salzburg! Wie geil ist das denn?

Hier erzähle ich dir, was ich alles erleben durfte. Der Workshop startete mit einem Welcome-Dinner inklusive persönlichem Kennenlernen und Austausch mit Roberto und seinem Second Shooter Andre, der ihn mit nach Österreich begleitete. Fazit: Ein sehr gelungener Abend und toller Einstieg in die kommenden zwei Workshoptage.

Gemeinsam mit etwa 10 weiteren Teilnehmern aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Portugal und den USA beschäftigten wir uns dann weiterführend mit dem Themenkomplex „Posing“. Wir lernten bzw. vertieften Robertos Posing-System umfassend und auf eine Weise, die weit über seine Bücher hinaus geht. Grundsatz dabei ist: Gutes Posing muss so aussehen als wäre es nicht geposed. Spannend wenn ich mich erinnere, wie viele Brautpaar mir gesagt haben, dass sie Posing nicht mögen und sie lieber natürliche Fotos haben möchten. Schlechtes Posing erkennt man folglich, dass es unnatürlich aussieht und störende Fehler enthält. Ist gutes Posing daher doch Schlüssel für natürliche wirkende Fotos? Antwort vorweg: Ja ist es. Bilder, bei denen man das Posing erkennt, sind nicht gut, weil der Fotograf etwas falsch gemacht hat.

Und da waren sie auch schon, unsere Aufgaben der kommenden Tage mit Theorie und viel Praxis, 3 Models und Roberto: Posing richtig machen, verstehen was richtig ist und Fehler vermeiden bzw. korrigieren. Wir lernten kennen, dass das Auswendiglernen von Posen nicht hilfreich ist, wann ein Bild nicht mehr zu retten ist und welche „Schönheitsfehler“ aus seiner Sicht akzeptabel sind – denn das perfekte Foto gibt es auch aus Robertos Sicht nicht bzw. ist dies nicht anzustreben.

Qualitativ gesehen waren diese Tage ein enormer Schritt für noch bessere Bilder für meine Brautpaare. Am Heimweg wurde mir dann bewusst, wie stolz und glücklich ich mich schätzen darf, von jemandem wie Roberto Valenzuela „face to face“ lernen zu dürfen. Ich glaube, dieses Expertenwissen durften bisher nur „ein paar Hand voll“ Fotografen in Österreich direkt erhalten und ich bin nun einer von ihnen und kann das nun alles mit meinen künftigen Brautpaaren anwenden. Ganz schön stark, was mir hier beim Leben meines Fotografie-Traumes alles ermöglicht wird und welche spannenden Persönlichkeiten ich dabei treffen und Geschichten ich davon erzählen darf.